Willkommen auf der Homepage von Frank-Wolf Matthies

Tagebuch Fortunes - Splitter:

Unsere Meinung trügt uns oft, und unser Sinn reicht nicht weit. Glaube nicht jedem Worte und traue nicht jedem Geiste, sondern prüfe alles sorgfältig und überlege es reiflich. Aber leider wird weit eher das Böse als das Gute von einem geglaubt und gesagt.

Thomas a Kempis

Einer erinnert immer etwas anderes ...

Gemeinplatz

 

Die Poesie ist eine mündliche Form der Prägung der Geschichte in Zeitlupe.

Ernst Herbeck, 1920 - 1991

Die Gegenwartsliteratur ist eine steuerlich absetzbare Einkommenserzielungsabsicht unter Vorspiegelung von Gedankenbesitz.

 

 

Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel
(* 4. Oktober 1633 in Hitzacker; † 27. März 1714 in Salzdahlum bei Wolfenbüttel)
Sterbelied

Es ist genug, mein matter Sinn
Sehnt sich dahin,
wo meine Väter schlaffen.
Ich hab es endlich guten Fug,
Es ist genug! Ich muss mir Rast verschaffen.

Ich bin ermüdt, ich hab geführt
Die Tages Bürd:
Es muss einst Abend werden.
Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug,
Es ist genug! Nimm von mir die Beschwerden.

Die große Last hat mich gedrückt,
Ja schier erstickt,
So viele lange Jahre.
Ach lass mich finden, was ich such:
Es ist genug! Mit solcher Kreuzes Ware.

Nun gute Nacht, ihr meine Freund,
Ihr meine Feind,
Ihr Guten und ihr Bösen!
Euch folg die Treu, euch folg der Trug.
Es ist genug! Mein Gott will mich auflösen.

So nimm nun, Herr! hin meine Seele,
Die ich befehl
In Deine Händ und Pflege.
Schreib ein sie in dein Lebensbuch.
Es ist genug! Dass ich mich schlafen lege.

Nicht besser soll es mir ergehn
Als wie geschehn
Den Vätern, die erworben
Durch ihren Tod des Lebens Ruch.
Es ist genug! Es sei also gestorben!

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Guillaume Apollinaire (1880 - 1918)

Die Musik von Saint Merry

Es ist der 21. im Monat Mai 1-9-1-3
Die Mittagsstunde liegt wie tot wie gänzlich ausgestorben
Allein die Fliegen millionenfach in ihrer Pracht
Doch da ein Mann ganz ohne Augen Nase Ohren
Der vom Sébasto her in die Rue Aubry-le-Boucher einbiegt
Ein Mann Ah! Ariane
Er bläst die Flöte und die Musik mit ganzer Macht
Nun hält er inne an der Ecke Rue Saint-Martin
Pfeift zu meinem Lied wie ich es grad erfinde
Frauen bleiben bei ihm stehen
Er gibt sein bestes
Als wäre dies ein Coup der Glockenmeute von Saint-Merry das Echo ihr Geläute
Doch da  beendet die Musik ihr Spiel und stürzt wie die Fontäne
Die an der Rue Simon-Le-France zusammenfällt
Worauf auch Saint-Merry verstummt
Nun nimmt der Unbekannte seinen Atem aus der Flöte
Und flotten Schritts der Spuk den Weg quer Markt bis auf die Rue de la Verrerie
Wo er in einer Gruppe von Frauen rasch verschwindet
Die grade jetzt ein Haus verlässt
Die augenblicklich die Straße quert die Augen auf zu dem Verrückten
Die ausgebreiteten Hände die Verse die verführerische Melodie
Er aber füllt mit Gleichmut seine Backen
Er aber bläst sich auf ganz unverschämt

(Auszug, FWM)

 

 

OdeHand

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Man sieht den Balken im Auge des anderen, aber nicht das Stroh im eigenen Kopf. (Folksmundt)

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Das Geistige führt eben sein objektives Leben jenseits der uns gegebenen Welt, unabhängig von ihr. Es ist in erster Linie nur für sich selbst da. Dies entspricht seiner innersten Art. In sekundärer Beziehung  erst kommt seine Wirkung auf uns, unter uns in Betracht. Ein Kunstwerk ist nur dann in wahrer Liebe geschaffen, eine edle Tat nur dann richtig getan, wenn dem Autor oder Subjekt der Tat über der Freude des Anteils an jener höheren Welt, die er erlebt, der Ruhm jetzt oder später gänzlich gleichgültig ist. Man muss die Probe aushalten, wenn man sich sagt: „Dieses Werk geht verloren; niemand wird jemals davon etwas erfahren, so wie wir nichts vom Inhalt der Werke wissen, die in der Maya-Schrift oder in den ungeheuren Figuren der Osterinsel auf uns gekommen sind – und dennoch ist im eigentlichen Sinn nichts verloren damit. In der geistigen Welt existiert dieses Werk. Und das fühle ich, das ist es, worum es geht, alles andere mag erfreuliche Nebenwirkung sein, die Hauptsache ist es nicht.“ Das Gute, das auf Robinsons Insel getan wird (auf der Insel eines Robinsons, der nicht gerettet wird, der ohne Echo stirbt), die Wahrheit im Gefängnis, die nie zu eines anderen Menschen Ohr dringt – prüfe dich, ob du überzeugt bist, dass auch dies einsame, irdisch gesprochen: völlig verschwindende Wahre und Gute allen Begleitumständen zum Trotz real bleibt. Hast du diese Überzeugung, so bist du in die geistige Welt eingetreten. Hast du sie nicht, so bist du dieser Welt noch fern. (Max Brod, 1966)

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Der Abschied

Trennen wollten wir uns? wähnten es gut und klug?
   Da wirs taten, warum schröckte, wie Mord, die Tat?
      Ach! wir kennen uns wenig,
         Denn es waltet ein Gott in uns.

Den verraten? ach ihn, welcher uns alles erst,
   Sinn und Leben erschuf, ihn, den beseelenden
      Schutzgott unserer Liebe,
         Dies, dies Eine vermag ich nicht.

Aber anderen Fehl denket der Menschen Sinn,
   Andern ehernen Dienst übt er und anders recht,
      Und es fodert die Seele
         Tag für Tag der Gebrauch uns ab.

Wohl ich wußt‘ es zuvor. Seit der gewurzelte
   Allentzweiende Haß Götter und Menschen trennt,
      Muß, mit Blut sie zu sühnen,
         Muß der Liebenden Herz vergehn.

Laß mich schweigen! o laß nimmer von nun an mich
   Dieses Tödliche sehn, daß ich im Frieden doch
      Hin ins Einsame ziehe,
         Und noch unser der Abschied sei!

Reich die Schale mir selbst, daß ich des rettenden
   Heiligen Giftes genug, daß ich des Lethetranks
      Mit dir trinke, daß alles
         Haß und Liebe vergessen sei!

Und ein ruhig Gespräch führet uns auf und ab,
   Sinnend, zögernd, doch erinnernd die Schwankenden
      Hier die Stelle des Abschieds,
         Es erwarmet ein Herz in uns,

Staunend seh‘ ich dich an, Stimmen verzaubernd Klang,
   Wie aus ferner Zeit hör‘ ich und zartes Spiel,
      Und befreiet, in Lüfte
         Flieget gleich Engeln das Andre uns auf.

(Friedrich Hölderlin: Der Abschied, Dritte Fassung)

 

 

Der eigene Leidensdünkel ist ein Dünkel an dem vor allem Andere leiden.

 

Das Angenehme dieser Welt hab' ich genossen,

Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,

April und Mai und Julius sind ferne,

Ich bin nichts mehr, ich lebe nicht mehr gerne!

(Friedrich Hölderlin)

 

Das Wunder bestätigt das Gewohnte, da

es glaubwürdig ist. Einst bedrohten Drachen

Königreiche, welche zumeist kaum größer waren

als heutzutage einer jener sogenannten Wohnparke.

Heute fühlt sich die Menschheit von "Außerirdischen"

bedroht, welche in der armseligen Phantasie von

Unterhaltungskünstlern nichts Besseres vorhaben, als die

"Welt" zu vernichten. Doch auch in den Ängsten muss man

unterscheiden zwischen irrational und krank. Das

"Meer des kollektiven Unterbewusstseins" ist vergiftet.

Der Drache muss zu den Wundern gezählt

werden, er ist glaubwürdig, der Raub von Prinzessinnen

nicht ungewöhnlich. Der Landung irgendwelcher

Außerirdischen hingegen zwar

nicht sehr wahrscheinlich, aber immerhin möglich - die

Vorstellung der Vernichtung der "Welt" durch

dieselben jedoch bereits Ausdruck von seelischer Erkrankung,

böse und zugleich menschentypisch, so wie Folter,

staatlich geplanter und organisierter Massenmord...

Klement Bochořák

 

Wer kein Daheim hat

der ist fast verloren.

Bedroht von all dem Tosen

behütet uns der Duft der Rosen.

 

Wer kein Daheim hat

wird sich selbst zum Schrecken,

zurück kann er nicht sehn

das Künftige nicht verstehn.

(Übertragen FWM)

 

Klement Bochořák – (1910 – 1981) Dichter und Prosaist, geboren in Kunštát, und zeitlebens Brünner. Er arbeitete als Arbeiter, Beamter und Bibliothekar und war nicht nur ein bescheidener Christ, sondern auch ein Dichter, der die Möglichkeiten, die der offizielle Literaturbetrieb des kommunistischen Regimes dem Schriftsteller gab, ebenso verachtete wie auch eine öffentliche Karriere. Freundschaftlich verkehrte er nur mit von ihm geschätzten Dichtern (was sich in seinem Werk auch niedergeschlagen hat).

 

 

Guillaume Apollinaire (1880 - 1918)

 

Und du mein Herz schlägst unverzagt

Ich lieg voll Schwermut auf der Wacht

den Tod vor Augen und die Nacht

 

(FWM)

 

ICH

Die Ehre hat mich nie gesucht;
Sie hätte mich auch nie gefunden.
Wählt man in zugezählten Stunden,
ein prächtig Federkleid zur Flucht?

Auch Schätze hab ich nie begehrt.
Was hilft es sie auf kurzen Wegen
für  Diebe mehr als sich zu hegen,
wo man das wenigste verzehrt?

Wie lange währts, so bin ich hin,
und einer Nachwelt untern Füßen?
Was braucht sie wen sie tritt zu wissen?
Weiß ich nur wer ich bin.

GOTTHOLD EPHRAIM LESSING

Ivan Blatný

Der tote Hund

Nicht wahr, du weißt noch wie es war,
die Nase dicht am Boden lang,
weil dort der Duft am stärksten war,
und sie wie von Gedichten trank.

Nicht wahr, auch ich, der ich noch lebe
vermag dein Glück zu ahnen,
wenn ich vor Trauer bebe,
auf Halbmast alle Fahnen.

Nicht wahr, nur schade dass der Duft
der Straßen freier Spur
so flüchtig in der Luft
nach noch so langer Tour.

(aus Paní Jitřenka, 1940; FWM 2016)

 

Guillaume Apollinaire

Henri Rousseau

Dreißig Jahr tagtäglich kontrolliert
Und Schmuggelware konfisziert
Mit wachem Blick für Schiebergut
Bracht‘ ich’s dann zum Gefreitenhut.
Einstmals war‘s in der 10-Uhr-Bahn
Da saß ein Herr korrekt adrett
Mit gültigem Billet
Doch ich sah nur den Buckel an.

O ferne Zeit! O trübe Bahnstationen!
O grüne Kofferkarren!
4tausend dunkele Zigarren
Vom Gas erhellt mehr schlecht als recht
So eine Reise soll sich schließlich lohnen!
Nun mein Bericht war auch nicht schlecht.
Fini. Passé. Gauguin Cézanne die neuen Namen
Die nicht vom Zoll zu mir herkamen.

Wenn man mich auch den Zöllner nennt
Ich bin ein Maler den man kennt.
Doch manchmal öffnen so Gespenster
Ganz weit mir die Gedächtnisfenster
Dann sieht auch jener Herr mir lachend zu
Ich hab den Spott er seine Ruh
So rächt‘ des Malers neue Weise
Des Zöllners Streich am Schluss der Reise.

(FWM)

 

Trost

Schöne Geliebte wer wird denn gleich im Sterben liegen
wegen einem Regentag
schau nur diese Eintagsfliegen
ganz egal ob man sie mag
sie kennen nichts als Regen Regen
und klagen nicht deswegen

(FWM nach Jaroslav Seifert )

 

Der Wert wird durch die Ziffer, das Tragische durch den Unfall, das Schicksal durch die Statistik, der Held durch den Verbrecher, der Fürst durch den Bonzen des demokratischen Mobs, der selbstlose Helfer durch den Polizisten, Gott durch "das Gute", der Dichter durch den Journalisten ersetzt. Man verschweige seine Erinnerungen, man bleibe klüger unter sich, will sagen allein, wenn man nicht so oder anders in schlechte Gesellschaft geraten will. Ein Leben in Gesellschaft heißt, seine Seele aufs Spiel setzen. (29. 8. 2018)

 

Estnisches Lied

Mulle, mulle kommt ihr Gänschen
      Mulle, mulle kommt zu mir
O wie weit ist auszuholen
      O so weit ist auszuholen
Bis fernab in ferne Zeiten
      Weit so weit in ferne Zeit
Von den frühen Zeiten hört nun
      Hört nun von der frühen Zeit
Von den Sagen zu erzählen
      Die Legenden herzurufen
Setzt euch her zu meinen Füßen
      Rund ums Feuer setzt euch her
Ich will nun von einst berichten
      Was einst war will sie berichten:

Einstmals kam der Feuervogel
      Vogel, Vogel, Feuervogel
             Vogel der viel Furcht verbreitet
Selbst die Meise sucht das Weite
      Und die Amsel flieht ins Weite
Wald und Flur sind ausgestorben
      Wer zu fliehen mag der fliehet
             Stumm sind die die bleiben müssen
                   Starr und stumm wer bleiben muss
Alle haben längst begriffen
      Selbst die Trägen hat‘s ergriffen
Eilig heißt es heimwärts eilen
      Eilig, eilig, sich verbergen:

„Meine blauen Schwestern meine
      Meine Lieben könnt ihrs spüren?
             Könnt ihr riechen das Verhängnis?
Eilig, eilig, kein Verzagen
      Jetzt ist keine Zeit für Klagen
             Jetzt heißt’s keine Zeit verlieren
Unser Häuschen zu erreichen
      Unsre Häuschen zu erreichen
Weil uns sonst der Vogel frisst
Weil uns sonst sein Magen schluckt
Dass auf immer wir verschwinden
Nie mehr an das Morgen finden
Eile, eile, keine Weile,
      keine Weile heißt’s im Liede
             Denn wer weilt braucht nie mehr Eile
Wie die alten Frauen sagen
             Wie es uns die Sagen klagen
Wie man in den Städten singt
      Wie man auf dem Lande summt.
Trauer lässt mein Blut gefrieren
      Starr von Trauer klingt ihr Lied
Viele Seelchen war’n zu hüten
      Groß war ihre Gänschenherde
Doch wohin, wohin sind sie
      Denn seither sind sie verschwunden
Frag mich dieses immer wieder
      Immer wieder immer wieder
Streifen jetzt durch andre Breiten
      Unerreichbar fern‘re Weiten
Also lasst uns weiter hören
      Lasst uns künden viele Mal:

„Junge Mädchen sind wie Lieder
Die erklingen voller Unschuld,
Gehen sie durch schwarze Sümpfe
      Noch so schwarz die Modersümpfe
Leuchten ihre weißen Strümpfe“
Hört man oft die Alte sagen
      Und der Alte nickt dazu
             Und die Alten nicken weise
                   Nicken ihren Senf dazu
Viele Blätter sind verflogen
      Seither ist so viel verflogen
            Gold’ne Blätter Telegrafen
Gold‘ne Federn Gänseschwingen
             Mütter wussten einstmals vieles
                   Mütter waren einstmals weise
Alle Männer hier im Kreise
      Selbst die Greise stimmen zu
Selbst die sich in Zweifel hüllen
      Selbst die sich so gern verbergen:

Einstmals kam zu mir die Nachricht
      Einstmals kam zu ihr die Botschaft
Einstmals lud man mich hereinzutreten
      Und man bot mir weiche Polster
Polster um mich drauf zu setzen
      Kissen um drauf Platz zu nehmen
Prall gefüllt mit Gänsefedern
      Prall gefüllt mit weißen Federn
Dies traf mich mit tausend Speeren
      Wie ein Speer traf dies ihr Herz
Und man gab mir Fleisch zu essen
      Und man reichte Gänsefleisch
Unheil kroch aus allen Ritzen
      Zweifel bringen sie zum Schwitzen
Und errötend hoch errötend
      Ganz blutrot ihr Angesicht:

Fliehend tragen mich die Füße
      Rasch eilt sie zum nahen Meer
Auf dem Strand und auf den Wellen
      Und der Strand glich tausend Quellen
Überall quillt rotes Blut
      Überall ganz  rot von Blut
Nichts als roter Schaum zu sehen
      Nichts als blutiger Schaum zu sehen
Rot den Stier zum Rasen reizend
      Zornesröte reizt den Stier
Mehr und groß gleich einer Insel
      Groß und größer weit und breit
Tropfen tropfend nicht zu halten
      Wie aus einem Wasserhahn
Plötzlich wuchsen viele Zweige
      Zweige wie fürs Eichhörnchen
Wie von Knochen wie von Vögeln
      Schien das dichte Baumgeäst
Mittendrinnen Wundervögel
      Wundervögel bunt und singend
So ein Wald voll bunter Vögel
      So ein Wald voll Wundervögel
             Wunderbunte Wundervögel
Doch manchmal scheint es zu blitzen
      Doch manchmal sieht man es weiß
            Zwischen all dem Jubel blitzen.

(FWM)

 

 

Postkarte von Dr. Wundertäter.

Nur soweit der Genius im Aktus der künstlerischen Zeugung mit jenem Urkünstler der Welt verschmilzt, weiß er etwas über das ewige Wesen der Kunst; denn in jenem Zustande ist er, wunderbarerweise, dem unheimlichen Bild des Märchens gleich, das die Augen drehn und sich selber anschaun kann; jetzt ist er zugleich Subjekt und Objekt, zugleich Dichter, Schauspieler und Zuschauer.

Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie

 

Wird vermutlich fortgesetzt ...

 


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