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... September ... Oktober ... November ...

 

 

Oktober …

Die Nacht sieht man die Flügel breiten
Sie hüllt den Tag von allen Seiten
Sie löscht das Licht der Sonne aus
Man ruft sich zu … spielt Katz und Maus

Ihre Schwingen liegen schwer, vor dem großen Steigen
Um dem Tag voll Überdruss ihre Kraft zu zeigen
Wenn der Träumer mit ihr fliegt, frei von allem Zagen
Geht ihr Flug, vom Winter zu den Frühlingstagen

Der Träumer lacht, und träumt von Morgen
Ihn trägt die Nacht aus all den Sorgen
Wozu noch Furcht, wenn Stürme wehen
Er sieht nach vorn, zu hellen Höhen

 

*

Jenseits der Mitte

Ich weine, weil die Freude zu groß,
Ich weine vor Kummer, weil das Kleine endlos.

Ob wohl die Demut wächst mit der Zeit?
Das Schöne macht glücklich, die Schönheit birgt Leid!

Die Schwäche des Riesen - er kann sich kaum regen.
Mein Blick sieht den Wind das Herbstlaub auffegen

 

*

Violla Verde

Die kleinen Dinge

Du vermagst keinen Schritt mehr zu gehen
Du kannst deinen Kopf nicht mehr heben
Du willst eigentlich nur noch versinken
In dieser grauen Trübsinnigkeit.

Erinnere dich jetzt der kleinen Dinge:
Jemand hat dir ein Lächeln gegeben,
Jemand hat dir ein Buch mit Märchen geschickt,
Jemand hat dir einen Apfel geschenkt –

Lauter kleine Dinge, spöttisch betrachtet, verhöhnt
Verlacht, wie das Leuchten der Liebe
Klein und verachtet neben hochmütigen Nöten
Sind sie dir der Halt in all dem Flattern und Töten

*

Traumgesicht

Traumgesicht, Traumgesicht
Verlass mich jetzt nicht
Lasse mich heut schon die Zukunft ablesen
Zeig mir das Licht, das Edle im Wesen.

Traumgesicht, Traumgesicht
Verbirg all das Finstre, zeig es mir nicht
Lass meine Träume die Irrwege meiden
Den endlosen Hass, die täglichen Leiden,

Zeig mir stattdessen ein schönes Geschlecht
In einer Welt, klug und gerecht
Wie es sich lebt in einer Zeit
Ohne Gier, Ehrsucht und Streit,

Lass für mich Wälder und Blumen entstehen.
Menschen wie Götter lasse mich sehen,
Bescheidenes Schweigen, selbstlosen Mut …
Den Tejo bei Ebbe, den Tejo bei Flut.

Traumgesicht, Traumgesicht
Verlasse mich nicht –
Mache den Traum zu irdischem Fleisch,
Mache die Welt den Sehnsüchten gleich.

 

*

Noch eine Bitte

Gewährt, ihr Geister, dies kleine Anliegen:
Gebt Ernst, Ernst, Ernsthaftigkeit
- zu leicht kann Spott die Wahrheit verbiegen –
Und noch eine Bitte: bis zum Ende der Zeit
Ein Herz, stark, und verschwiegen.

 

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