... November ... Dezember ... Januar ...
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IHR HABT ZUERST UNSERE HERZEN BETROGEN
Kaum wohntet ihr dort habt ihr dreister gelogen
Ihr nahmt unsere Worte und habt sie verbogen
Wir haben gemahnt und an Irrtum gedacht
Doch ihr habt mit Hochmut darüber gelacht
Und ohne zu zögern weiter gemacht
Ihr habt nach und nach unsere Rechte genommen
Ihr seid wie die Fische im Unrecht geschwommen
Wenige nur sind eurer Hetze entkommen
Erst haben wir gehofft, irgendwann ist genug
Was immer ihr tut, man sieht den Betrug
Doch ihr kamt in Schwung, ihr wart nun am Zug
Immer lauter seid ihr aufmarschiert
Habt Angst und Kriege inszeniert
Dass auch der Letzte das Letzte verliert
Wir haben gewartet wir haben gestöhnt
Wir haben uns allmählich ans Unrecht gewöhnt
Ihr habt uns beschimpft und lauthals verhöhnt
Ihr habt mit Geschrei die Stillen erstickt
Ihr habt die Unschuld mit Unrecht verquickt
Die Uhren haben nun rückwärts getickt
Alle Hoffnung habt ihr gestohlen
Unsere Freiheit dem Zuchthaus empfohlen
Bald aber wird der Teufel euch holen
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Die Träumer
Der erste hat vom Wohlstand geträumt
Hat den goldenen Hamster gezäumt
Hat gerafft und geprahlt und gewimmert
Sich ein Grab aus Marmor gezimmert
Der zweite hat sich früh aufgebäumt
Hat von Titeln und Ehren geträumt
Von einem Leben voll Fisimatenten
Und einem Nachruf vom Präsidenten
Der dritte hat von Schönheit geträumt
Heiß hat der Stolz sein Blut aufgeschäumt
Voller Sucht nach großem Erleben
Verschlang ihn ein großes Erdbeben
Der vierte hat von der Liebe geträumt
Hat darüber die Liebe versäumt
Er schwor nur immer Stein und Bein
Und starb letztendlich ganz allein
Dem fünften träumte ein Held zu sein
Ein Ritter des Lichts edel und rein
Sein liebster Ort war das Büro
Er träumte gern und starb auch so
Der sechste wollte keine Sünden
Das ließ ihn eine Sekte gründen
Er starb in ihr in hohem Alter
Dank Gott dem letzten Lichtausschalter
Der siebente hat das alles versäumt
Er hat allein von der Zukunft geträumt
Von vielen schönen Tagen
Und Menschen die sich gut vertragen.
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